Kronberg kann mehr.

Mehr Konzept.

Kronberg zieht Menschen an. Die Stadt wächst und das bringt Herausforderungen mit sich - für die hier lebenden Menschen und die ansässigen Betriebe. Daher ist es mir wichtig, dass wir als Stadt klarer und informierter Entscheidungen treffen und diese dann auch umsetzen: bei unserem Bahnhof dauerte es Jahre, bei den Schillergärten wurde übereilt entschieden. Das muss anders laufen.

Viele unkoordinierte Einzelentscheidungen verhindern eine durchdachte, nachhaltige Stadtentwicklung. Wir brauchen ein Gesamtkonzept, um Projekte wie z.B. Wohnungsbau, Mobilität, Klimaschutz oder unternehmerische Entwicklungen zu koordinieren.


Auch der städtische Haushalt darf nicht, wie zur Zeit, von der aktuell stark schwankenden Einnahmesituation gesteuert werden: die aktuellen Gewerbesteuernachzahlungen sollten zur Bildung von Rücklagen genutzt werden und nicht für Wahlversprechen herhalten. Denn mit abflauender Konjunktur werden die Gewinne in der Wirtschaft einbrechen und Kronberg muss umgekehrt mit Steuerrückerstattungen rechnen. 

Wo und wie kann sich Kronberg verändern? Wo sind Grenzen des Wachstums, welche Dichte verträgt die Stadt? Nur wer das Ziel kennt, kann sinnvoll planen. 


Mehr Familienförderung.

Kronberg ist für Familien hoch attraktiv. Das gilt es zu erhalten und auszubauen. Familien sorgen für Lebendigkeit, eine ausgewogene Altersstruktur und bringen sich ein in das, was uns ausmacht - die Gemeinschaft.

Damit sie sich wohlfühlen, brauchen wir mehr gesicherte, hochwertige Kitaplätze. Kita-Öffnungszeiten müssen sich nach den Bedürfnissen berufstätiger Eltern richten. Für dringend benötigte Erzieher*innen müssen wir, um sie für Kronberg zu gewinnen, Wohnungen anbieten können.

Aktuell werden vier Kitas gleichzeitig um- oder neugebaut. Das führt bei  Eltern zu erheblicher Unsicherheit. Ich setze mich für eine vorausschauende Planung ein.


Die Hortbetreuung ist bis jetzt zu kurz gekommen - die Wartelisten sind lang. Der geplante gesetzliche Anspruch auf einen Hortplatz für Grundschüler steht 2025 an. Der Bedarf ist gut vorhersehbar und wir müssen heute anfangen zu planen, um in fünf Jahren allen Kindern einen Platz anbieten zu können.

Mehr Bürgerorientierung.

Die städtische Verwaltung muss sich als Dienstleister für die Bürger begreifen, sie sind ihre Kunden. Im Mittelpunkt sollten deren Wünsche und Bedürfnisse stehen, nicht die Prozesse der Verwaltung. Für dieses Verständnis von Verwaltungsarbeit und die weitere kontinuierliche Verbesserung der Servicequalität setze ich mich ein.


Das Leben ist schon kompliziert genug. Da braucht man keinen Staat, der dem Bürger das Leben unnötig schwer macht.

In der konsequenten Digitalisierung liegen große Potentiale, um behördliche Abläufe durchaus anwenderfreundlich und effizienter zu gestalten. Das vereinfacht den Service und spart Kosten. So würden auch die meist am Limit arbeitenden  Mitarbeiter entlastet und der latente Fachkräftemangel im Rathaus abgemildert. Dafür sollte eine eigene Stelle für die Digitalisierung geschaffen werden.

Kronberg kann mehr.

Mehr Wohnraum, bezahlbar.

Kronberg benötigt dringend mehr bezahlbaren Wohnraum
1-Zimmer-Wohnungen für € 350, 3-Zimmer für € 750 -  das sind Preise, die sich Normalverdiener leisten können. Dass das in den beiden neuen, von der Stadt durchgeführten Wohnbauvorhaben - am ehemaligen Sportplatz der SGO in der Altkönigstraße und neben dem Gleisfeld am Bahnhof - realisiert wird, dafür werde ich kämpfen.

Für eine funktionierende Stadt ist es wichtig, dass wir Fachkräfte, insbesondere im Gesundheits-, Erziehungs-, Sicherheits- und Rettungswesen, in den Handwerksbetrieben sowie in der öffentlichen Verwaltung gewinnen und halten.
Wenn sie erst wegziehen oder wegen unbezahlbarer Mieten in andere Städte abwandern, ist es zu spät. Sie sind es, die unsere Infrastruktur sicherstellen und entscheidend dazu beitragen, unsere Lebensqualität aufrecht zu erhalten.

Die Wartelisten für Sozialwohnungen sind erschreckend lang. Auch für diese Mitbürger muss sich der Bürgermeister einsetzen.
Daher setze ich mich für die Schaffung von bezahlbarem und sozialem Wohnraum in diesen städtischen Projekten ein, die sich gut in unser Stadtbild und die Infrastruktur integrieren lassen.

Mehr Zukunft in der Mobilität.

Das Pendeln von und nach Frankfurt ist für Kronberger, die auf das Auto setzen, ein tägliches Lotteriespiel. Es ist heute schon abzusehen, dass sich die Verkehrssituation in naher Zukunft weiter verschlimmern dürfte. Gründe: Mit den anstehenden Bauprojekten in Kronberg werden bis zu 300 neue Wohnungen entstehen, d.h. über 400 Neubürger, manche davon mit Auto, werden in der Rushhour die Zahl der aktuellen Pendler vergrößern;  eine weitere Beeinträchtigung des Verkehrs wird mit der Verdoppelung des S-Bahn-takts an den Bahnschranken entstehen.
Niemandem aber sollte das Autofahren verwehrt werden.  

Wem das allerdings eines Tages zu mühsam wird, dem muss das Umsteigen auf die  S-Bahn leichter  gemacht werden. Daher setze ich mich für Zubringerdienste per Sammeltaxi ein sowie für den Ausbau kurzer Fahrradwege zu den Bahnhöfen und dort für sichere, geschützte Einstellmöglichkeiten (auch für E-Roller). Sportlicheren Pendlern soll mit dem Ausbau eines Zubringers zum geplanten Rad-schnellweg Taunus-Frankfurt in Steinbach eine optimale  Alternative eröffnet werden.  
Ich werde mich im Stadtgebiet von Kronberg um mehr Ladestationen für E-Autos kümmern sowie (z.B. mit unseren Autohäusern) um ein verbessertes Angebot beim Car-Sharing.

Mehr Klimaanpassung.

Das Klima ist im Wandel und mit ihm werden die Herausforderungen für uns künftig noch zunehmen. Seit zwei Jahren haben wir bereits trockene Sommer mit Wasserbeschränkungen, unser Wald ist stark in Mitleidenschaft gezogen und es ist zu erwarten, dass künftig Starkwetterereignisse häufiger vorkommen werden. 

Wir müssen prüfen, wo Oberflächenwässer in die Bäche statt ins Kanalsystem gelenkt werden können, ob die Standfestigkeit großer Bäume gegeben ist und mindestens öffentliche Gebäude auch bei Orkanwindstärken standhalten.
Bei Dürre würde ich versuchen, Bürger zu gewinnen,  die Patenschaften für frisch angelegte Grünflächen oder junge Bäume übernehmen könnten. Das entlastet die städtischen Gärtner, wenn es ums tägliche Gießen geht und hilft den Gewächsen beim Überleben in Trockenzeiten.

Während sich die Stadt um einzelne Maßnahmen zur CO2-Einsparung gekümmert hat, wurde bisher der Aspekt der Anpassung an die sich verändernden Rahmenbedingungen vernachlässigt. 
Ich bin weiterhin für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und CO2-Einsparen, die wirklich effizient wirken. 
 


Kronberg kann mehr.

Mehr Zeit.

Zeit ist ein hohes Gut.

Kronberger brauchen viel davon, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu pendeln. Deshalb muss man über Wege nachdenken, wie sich die Notwendigkeit der Mobilität reduzieren lässt. Einer der erfolgversprechendsten wäre schlicht und einfach, Verkehr mit Home Office oder auch Co-Working Spaces überflüssig zu machen. Immer mehr Arbeitgeber tolerieren oder fördern sogar das Arbeiten von zuhause. Das Einloggen in betriebliche Netzwerke setzt aber eine deutlich leistungsstärkere Internetqualität und lückenlosen Mobilfunkempfang  voraus. Auch das Glasfasernetz muss zügig in sämtlichen Häusern zur Verfügung stehen.

Home Office würde für viele Berufstätige bedeuten: mehr Lebensqualität, mehr Familie und eben mehr Zeit. 
Auch Kronberg kann davon profitieren - im Einzelhandel und Gastronomie, von der Umwelt ganz zu schweigen.

Mehr Kommunikation.

Viele Bürger fühlen sich von der Verwaltung nicht genügend informiert.
Beispielsweise wurden die Anwohner eines Grundstücks im Altkönigblick jahrelang überhaupt nicht mehr über den weiteren Fortgang des Bebauungsplanes informiert. Auch teilte die Stadt Kronberg mit den Anwohnern der Siedlung Roter Hang nicht ihre Kenntnis, dass die Landesdenkmalbehörde hier einen Ensembleschutz verhängen könnte.
Woanders warten Bürger immer noch auf die Rückerstattung von zuviel gezahlten Anzahlungen, die ihnen bereits seit der Herabsetzung der Straßenbaubeiträge zustehen. Das wird bei mir nicht passieren.
Ehe es zu Verzögerungen kommt oder Entscheidungen getroffen werden müssen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht in allen Aspekten verständlich sind, setze ich mich dafür ein, Bürger frühzeitig pro-aktiv zu informieren, um so unnötige Unzufriedenheit zu vermeiden.


Mehr Sicherheit.

Wir hören immer wieder, dass es in Kronberg im Vergleich zu anderen Städten sehr sicher ist. Das empfinden viele Kronberger zur Zeit ganz anders.
Es treffen sich regelmäßig verschiedene Gruppen von Jugendlichen an neuralgischen Punkten wie dem Berliner Platz, dem Viktoriapark und am Bahnhof.
Die Stadt hat in den letzten Wochen die polizeiliche Präsenz und den Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten erhöht. Für dieses Jahr gibt es Geld im Haushalt, um die Einsatz-Intensität der privaten Sicherheitsdienste zu erhöhen.
Das ist sinnvoll und sicherlich eine erfolgsversprechendere Methode, als Platzverweise auszusprechen - damit würde das Problem nur verlagert. 
Aber abwinken und kleinreden geht eben auch nicht.
Ich setze mich dafür ein, dass genau hingeschaut wird, wer warum einer in Kronberg "randaliert".  Eine zeitlich begrenzte, intensive Offensive kann hier greifen und wieder für Ruhe sorgen.